Eine landschaftliche Perle im Norden von Potsdam

Seit der Brandenburgischen Gebietsreform im Oktober 2003 ist Neu Fahrland wieder ein Ortsteil von Potsdam und grenzt im Norden von Potsdam an die Ortsteile Fahrland und Krampnitz.

Wer die brandenburgische Landeshauptstadt auf der Bundesstraße 2 in nördlicher Richtung verlässt, erreicht einen Punkt, an dem sich die drei Havelseen Jungfernsee, Lehnitzsee und Weißer See berühren. Hier beginnt das Ortsgebiet von Neu Fahrland.

Da der Ort im Westen außerdem durch den Fahrländer See und im Osterrn durch den Krampnitzsee begrenzt wird, ist Neu Fahrland somit eine fast komplett vom Wasser umschlossene "Fünf-Seen-Gemeinde".

Ein großer Teil der Gemarkung ist mit Buchen- und Mischwäldern bewachsen, welche durch ein dichtes Wanderwegenetz durch zogen werden.

Dieser Wald- und Wasserreichtum machen Neu Fahrland zu einer landschaftlichen Perle des Havellandes.

Die höchste Erhebung ist der Kirchberg. Der Kirchberg in Neu Fahrland erhebt sich auf 85 m ÜNN und bietet mit seiner sichtbaren Höhe von ca. 35 m einen einmaligen Ausblick auf die Potsdamer Landschaften. Der Aussichtspunkt ist zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen. Von der Bushaltestelle Bassewitz in Neu Fahrland führt direkt ein Weg auf den Kirchberg.

Einwohnerentwicklung

Rund 1380 Menschen (Stand 2005) leben heute in Neu Fahrland, das sind 480 mehr als noch vor zwanzig Jahren. Seit der Wende erlebte er Ort eine rege Bautätigkeit. Es entstanden viele neue Ein- und Mehrfamilienhäuser, teils für Zuzügler aus Potsdam und Berlin, teils für alteingesessene Neu Fahrländer, die durch Restitionsansprüche ihr Domizil verloren.

Alle Neubauten fügen sich gut ins Ortsbild ein. man findet kaum ausgesprochene Neubausiedlungen, dafür viele Lückenbebauungen.

Fast alle Straßen im Ortsgebiet wurden ausgebaut, Wanderwege erweitert, beleuchtet und ausgeschildert. Neu Fahrland erhielt ein Gemeindezentrum, welches als Bürgerhaus Neu Fahrland durch den KSC 2000 Neu Fahrland e.V. verwaltet wird. Unser Bürgerhaus Neu Fahrland ist ein Haus, in dem kulturelle, sportliche und gemütliche Gemeinsamkeit gelebt wird und das für alle Bürger offen steht.

Verkehrsanbindung

Neu Fahrland ist in ein dichtes Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln eingebunden. Innerhalb von 15 Minuten erreicht man mit dem Bus das Zentrum von Potsdam mit seinen vielen touristischen Attraktionen, Einkaufsmöglichkeiten und gastronomischen Einrichtungen.

Mit der Bahn, dem Bus oder dem Dampfer kann man sich die weitere Brandenburgische Landschaft erschließen. Der Südwesten Berlins ist mit dem Bus in rd. 30 Minuten erreichbar.

Der Heinehof und die Heinrich-Heine-Klinik

Der "Heinehof" wurde zwischen 1909 und 1911 als Villa mit Hofkarree, Stallungen und Nebengebäuden im Auftrag von Carl Friedrich von Siemens durch den Architekten Otto March auf dem Stinthorn errichtet.

Bis zum Tode von Carl Friedrich Siemens diente der Heinehof als klassische Unternehmervilla und repräsentative Kulisse für geschäftliche Veranstaltungen des Chefs des Hauses Siemens. Nach dem Tod des Hausherrn im Jahr 1941 nahm sie die aus Siemensstadt verlagerte Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf.

Nach dem Kriegsende wurde diese Liegenschaft enteignet und die russische Armee nutzte das Anwesen ab 1946 als Sanatorium für ihre Offiziere.

Seit 1952 diente der Heinehof als Lungenheilanstalt "Heinrich-Heine-Sanatorium" der Sozialversicherungsanstalt des Landes Brandenburg.

Nach der Wiedervereinigung wurde der Heinenhof an die Familie Siemens zurückübertragen. 

Das Familienunternehmen Dr. Ebel-Fachkliniken eröffnete 1994 unmittelbar neben dem Heinehof auf einer von ihr erworbenen Liegenschaft die neue Heinrich-Heine-Klinik. Mit dem Neubau wurde sie modernen baulichen Anforderungen gerecht. Sie bietet ihren Patienten beste Bedingungen für eine Genesung und Erholung in Neu Fahrland. Seit 2008 ist die Klinik eine rein psychosomatische Klinik.

Aufgrund der hohen Akzeptanz konnte 2012 ein Erweiterungsbau realisiert werden, um Wartezeiten zu reduzieren und eine schnelleren Zugang zur Behandlung zu gewährleisten. Seither ist die Heinrich-Heine-Klinik eins der größten Behandlungszentren für psychosomatische Erkrankungen in Deutschland.