Zu den Fuessen des Atlas- der Alte Markt von Potsdam

In unserer Reihe „Lebendige Geschichte“ luden wir Sie zum Vortrag "Zu den Füßen des Atlas  - der Alte Markt von Potsdam" ein.

Diesen bilderreichen Vortrag präsentierte der Architekturhistoriker Thomas Sander am Freitag, den 20. November 2015, um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Neu Fahrland.

Seit nunmehr 250 Jahren blickt der goldene Atlas vom Turm des Alten Rathauses herab auf den Alten Markt.

Links zu seinen Füßen entsteht hinter einer Gerüstwand die mächtige Fassade des Palastes Barberini, gegenüber erstreckt sich das Landtagsschloss, historisierend, rosafarben und mit kahlen Balustraden, und rechts klingen die Glocken der Nikolaikirche unterhalb der gewaltigen Kuppel.

Und in der Mitte erhebt sich wie ein Ruhepol der Obelisk, umringt vom Hämmern und Sägen auf den Baustellen an der Humboldtstraße, hupenden PKWs und dem Stimmengewirr zahlloser Passanten.

Hin und wieder schiebt sich eine Touristengruppe langsam über den Platz, angeführt vom erhobenen Zeigefinger ihres Guides. Noch vor wenigen Jahren ein Niemandsland auf dem Weg nach Sanssouci, ein öder Ort am Rande der Stadt, wird der Alte Markt mehr und mehr wieder zu deren
Mittelpunkt.

Doch wie entstand dieser Platz und welche Bedeutung hat er für die Stadt?

Wie kommt es, dass an seinen Rändern Kopien italienischer Stadtpaläste entstanden, hinter denen dann doch nur einfache Handwerker, Mägde und Soldaten wohnten? Und: Braucht eine moderne Stadt eine gute Stube?

Diesen und anderen Fragen widmete sich der Architekturhistoriker in seinem bilderreichen Vortrag.